Wie hier berichtet, befinden sich Austrian Airlines und die Eignerschaft des Flughafens Altenrhein in einer Auseinandersetzung. Diese geht nun in die nächste Runde, denn ab sofort sind Tickets der Flughafen eigenen Airline "People's Viennaline" auch online buchbar. Ab 28 März 2011 wird also sowohl Austrian, als auch People's bis drei Mal täglich mit knapp 80 Plätzigen Maschinen die Flugstrecke Altenrhein - Wien bedienen.
Die Machtverhältnisse sind ja nicht gerade ausgewogen. Genau wie Swiss gehört auch Austrian Airlines zur Lufthansa Gruppe und diese ist nicht zimperlich, wenn es um die eigenen Drehkreuze geht. Im Moment deutet auch nichts darauf hin, dass Austrian mit People's teilen oder dieser die Strecke gar überlassen will.
Auf der anderen Seite stehen hinter der Firma "People's Airport Altenrhein" und der Firma "People's Viennaline" ein und dieselbe Eignerschaft und man kann sich fragen, wie eng wohl die Schicksale beider Unternehmen wirtschaftlich, als auch emotional miteinander verknüpft sind.
Dass beide Airlines die Route profitabel operieren können ist undenkbar. Es wird wohl auf einen knallharten Verdrängunswettkampf herauslaufen. Aktuell liegen die günstigsten Peoples's Netto-Ticketpreise bei 180 Euro (Tarif Weekend) und die günstigsten Austrian Netto-Tickets kosten knapp 160 Euro.
Gewiefte Traveller können jetzt profitieren und je nach Datum zurzeit günstiger von Altenrhein nach Wien fliegen, als von Zürich, Basel und Genf.
Ja, Wien ist anders. Wien ist nicht Österreich, obwohl es die Hauptstadt ist. Aber wer schon einmal in Wien war, der weiss wie ich das meine. Und wer erst noch hinfährt, der wird es spätestens da erfahren. In Wien sind zum Beispiel Kellner grundsätzilch grantig, was bei uns soviel wie unfreundlich heisst. Warum? Ist halt so. Wien war zum Beispiel schon immer das Tor zum Balkan und hat in der Geschichte als Schnittpunkt zwischen Ost und West eine grosse Bedeutung gehabt. Weniger vielleicht geschichtlich gesehen, sondern vielmehr die Vermischung der Kultur des Balkans und der westeuropäischen Kultur hat sich in Wien im Alltagsleben bemerkbar gemacht - unter anderem auch im Wiener Dialekt.
In Wien ist alles langsamer... viel langsamer. Der Kellner, der Arbeiter, der Beamte alle lassen die Touristen wissen "nur ned hudln", was so viel heisst wie "nur kein Stress." In diesem Satz ist dann auch gleich der Groove von Wien zusammengefasst. Wien ist nicht Balkan, aber Wien ist auch nicht Deutschland, denn Wien ist Wien. Eine grosse und traditionsreiche Einwandererstadt. Menschen aus Ungarn, dem ehemaligen Jugoslawien, Tschechien, Slowakei, Türkei.. alle treffen sich in der Metropole im Osten Österreichs. Entsprechend vielfältig ist auch das Angebot an leckeren Speisen, aber dazu später mehr.
Was gibt es in Wien zu sehen? Vieles, fast zu viel für nur eine Städtereise.
Wien bietet eine Fülle an Sehenswürdigkeiten. Am besten entdeckt man Wien darum zu Fuss oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Denn fast alle interessanten Bauten liegen im ersten Bezirk. Da in Wien akute Parkplatznot herrscht sollte das Auto nicht verwendet werden. Idealerweise kauft man sich einen guten Stadtplan beim Fremdenverkehrsamt der Stadt und dann ab dafür. Für Leute die zum ersten Mal in der österreichischen Hauptstadt sind empfehle ich - unverbindlich - die folgenden Sehenswürdigkeiten:
Karlskirche
Prater
Wiener Staatsoper
Denkmal von Wolfgang Amadeus Mozart
Sissi-Denkmal
Burgtheater
Michaelerplatz
Stephansdom
Schloss Schönbrunn
Hofreitschule
Hundertwasserhaus
Schloss Belvedere
Prinzipiell kann man wie erwähnt fast alle Hauptsehenswürdigkeiten zu Fuss erreichen. Es zahlt sich aber auch aus eine 3-Tages Karte für den ÖV zu kaufen, welche auch gleich verbilligte Eintrittspreise beinhaltet (Vienna Card 17 Euro).
Wien und die Kaffeehauskultur sind unzertrennbar verbunden. Es ist noch heute üblich sich ins Kaffee zu setzen einen Mélange (Kaffee mit Milchschaum) zu bestellen und in Ruhe die dort aufliegenden Tageszeitungen zu studieren. Zwar sind die Kaffee- und Kuchenpreise oft gerade nicht billig, aber es gehört halt zur Wiender Kultur. Die bekanntesten Kaffees sind das Havelka, das noble Café Central und natürlich der Salon des Hotel Sacher mit seiner weltberühmten Sachertorte. Abgesehen von diesen findet man in eigentlich jeder Gasse zumindest ein Kaffeehaus, welchesunzählige Torten anbietet.
Wenn wir schon beim Essen sind, in Wien gibt es unzählige Kulturen die in ihren Restaurants landestypische Speisen anbieten, daher sind die Essenspreise in den meisten Restos auch sehr moderat. Abgesehen einmal von den klassischen Gasthäusern und sogenannten Beisln, welche Wiener Küche anbieten, gibt es also auch eine Vielzahl an Restaurants mit ausländischer Küche. Natürlich wie überall hat es Pizzas, China-Food und Kebab im Angebot. In der Burggasse findet man aber zum Beispiel viele Inder. Südamerikanische, arabische oder persische Restaurants gehören ebenso zum Angebot.
Zwei Tipps am Rande: das Tibet-Kultur-Restaurant und das Smutny, ein altwiener Lokal mit grosser Bierschwemme und typischen östterreichischen Leckereien!
Und schon ist es Abend. Wo sind die Einheimischen? Die gesamte Stadt befindet sich entweder an den Donau-Stränden, beziehungsweise auf der Donauinsel. Ein guterTreffpunkt auf der Donauinsel ist zum Beispiel die sogenannte Copa Cagrana, wo man bis spät in die Nacht hinein Tanzen kann und sich an einer der vielen Bars einen Cocktail kaufen kann. Wien ist zudem die Stadt der Musik, doch wie ist es für Touristen möglich nicht einem Bauernfänger auf den Leim zu gehen? Überall in der Stadt laufen nämlich verkleidete Mozarts herum welche Karten für klassische Konzerte verkaufen. Ein halbwegs recht gutes und bezahlbares Touristenkonzert gibt es in der alten Börse beim Vienna Walzer Orchestra. Wer auf Nummer sicher gehen möcht bucht seine Karten allerdings direkt beim Tourist Office, da gibt es auch regelmässig News über Pop- oder Rockkonzerte. Schliesslich ist Wien nicht nur berühmt für Klassik, sondern auch für seine Kellerbars mit grossartiger Livemusik. Denn nicht umsonst fragt Reinhard Fendrich in seinem Hit "Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen, haben sie das schon erlebt..?"
* Reto Fischer aka Monsieur Fischer ist leidenschaftlicher Blogger, Texter und Reise-Fan.
Gute
Gründe für eine Städtereise gibt es zuhauf. Top Events gehören meistens
nicht dazu. Eigentlich schade, denn jede Grossstadt hat nicht nur
viele, sondern auch ganz eigene Veranstaltungen anzubieten.
Wir haben ein paar Ideen für Dich. (Immer anfangs Monat für den übernächsten Monat.)
London – The Notting Hill Carnival Europe's biggest celebration of music, movement and masquerade 9. bis 11. Juli 2009
Erstmals
fand der Notting Hill Carnival 1964 statt, damals als
Protestveranstaltung gegen die damaligen rassistischen Übergriffe auf
Einwanderer. Heute ist der London Carnival, wie er auch genannt wird,
die grösste und bunteste Party der Stadt. Immer noch dominiert von
karibischen und afrikanischen Menschen, aber aus dem Protest wurde ein
eigentliches Festival der Kulturen. Ursprünglich wurden fast nur
Calypso, Soca, Steel Pan und Salsa, gespielt, heute finden sich da alle
Tanzstile aus dem ganzen Afropopspektrum. Paraden, Umzüge (mit
Sattelschleppern voller Soundanlagen), unzählige Bühnen und noch mehr
Multikulti-Foodstände bilden einen quirligen Rahmen für die jeweils 1.5
Millionen Besucher, die von 40'000 Volounteers betreut werden.
Schottland – Highland Games Europe's biggest celebration of music, movement and masquerade July + August
Highland
Games sind diese verrückten Spiele, wo man zuerst Baumstämme rumwerfen
muss und dann noch Dudelsack spielen. Erfunden wurden sie in der Zeit
der keltischen Könige in den schottischen Highlands, um die stärksten
Männer zu finden, die der König dann als Bodyguards anheuerte. Diese
seltsamen Kraft- und Geschicklichkeitsspiele werden heute in ganz
Schottland immer noch ausgetragen. Sie sind die gesellschaftlichen
Ereignisse in Schottland schlechthin und ziehen auch viele Touristen an.
Dresden – Stadtfest 800 Jahre Dresden 14. bis 16. August 2009
Jedes Jahr am vorletzten Wochenende im August
feiert Dresden sein Stadtfest. Klassik, Historie,
Tradition, Sport, Show und Musik prägen an drei
Tagen das Stadtbild von Dresden. Vom Altmarkt bis
zum Neumarkt, rund um den historischen Stadtkern
Dresdens gibt es jede Menge Action und Attraktionen.
Ritter kämpfen auf der Sandbahn im Stallhof,
Zünfte, die schon niemand mehr kennt, stellen sich
vor.
Eine bunte Mischung aus High-Tech und Barock; ein
Höhepunkt ist das Dampfschiff-Fest mit
Flottenparade und das Feuerwerk. In diesem Jahr
wird zudem auch das große 800te Stadtjubiläum
gefeiert.
Stockholm – Kulturfestival Vibirerende Mischung aus Kultur und Fest 11. bis 16. August 2009
500
Shows von 250 Artisten aus aller Welt, 99% für lau. 300'000 Besucher
erwartet man in den Strassen und Plätzen von Stockholm. Jazz, Rock,
Oper, Pop, Soul, Comedy, Theater, Film und alles für das leibliche Wohl
ist angesagt. Die Mischung aus lokalen und globalen Schwerpunkten
dürften das Erfolgsgeheimnis dieses Events sein. Das junge Festival
wurde 2006 erstmals durchgeführt und war auf Anhieb ein Grosserfolg.
Das Sahnehäubchen obendrauf: Die nordischen Sommernächte sind ein Traum.
Wien – Filmfestival auf dem Rathausplatz Musikalische Highlights aus Klassik & Jazz bis Ende August
Das Film Festival zeigt Sternstunden aus der
Welt der Oper, des Balletts und der Weltmusik, sowie Gäste aus dem In- und
Ausland auf den Rathausplatz. Darüber hinaus laden zahlreiche
Gastronomen wieder zu einer internationalen kulinarischen Reise.
Im Mittelpunkt stehen die Jahresregenten Joseph Haydn, Georg
Friedrich Händel und Felix Mendelssohn-Bartholdy, deren Meisterwerke in
spektakulären Produktionen mit internationalen Topstars gezeigt werden,
wie z.B. die herausragende Inszenierung von Händels Oper “Semele” an
der Züricher Oper mit Cecilia Bartoli oder eine denkwürdige Aufführung
von Haydns Oratorium “Die Schöpfung” an der Basilika Saint-Denis.
Darüber
hinaus bietet das Film Festival ein attraktives Konzertprogramm von der
Klassik bis zum Jazz – ob nun die Aufzeichnung des Neujahrskonzerts der
Wiener Philharmoniker oder ein außergewöhnliches Jazzkonzert des
legendären Saxophonisten Sonny Rollins im Amphitheater von
Vienne/Frankreich, es ist auch diesmal wieder für jeden Geschmack etwas
dabei.
Budapest – Sziget Festival Das grösste Kulturfestival Ungarns 12. bis 17. August 2009
Das Sziget ist ein Musikfestival, das jährlich im Sommer (Anfang/Mitte August) auf einer Donauinsel in Budapest in Ungarn
stattfindet. Auf über 60 Bühnen finden über 1'000 Einzelveranstaltungen
statt; zahlreiche Interpreten präsentieren sich knapp eine Woche lang
den etwa 400.000 Besuchern.
Das Festivalgelände erstreckt sich über rund die Hälfte der Fläche der
„Óbudai“- oder auch „Hajógyári-Sziget“, einer öffentlich zugängigen
Insel mit Golfplatz. Die „Obudaer“- oder wie viele Budapester sie
nennen „Schiffswerft-Insel“ beherbergt neben dem Sziget-Festival eine
Vielzahl von Nachtclubs.
Die Insel hat sich in den letzten Jahren zu einem der Partyzentren von
Budapest entwickelt, zu nennen sind hier im besonderen das „Bed Beach“,
„Dokk-Beach“ und „Dokk-Klub“.
Die
Veranstaltungen finden auf 60 Schauplätzen statt. Die Auswahl reicht
von Musik jeder Art über Open-Air-Kino, Tanz, nationalem und
internationalem Theater, Tattooing- und Piercing-Shops bis hin zu
Programmen für Kinder und Bummeln. (Text: Wikipedia)
Malmö – Malmö Festival Most loved Festival of Sweden 14. bis 21. Aug. 2009
Das
Malmö Festival ist Schwedens grösstes und beliebtestes Kulturevent.
Hier treten internationale und lokale Artisten mit einer langen Liste
von muss-man-sehen auf. Es ist ein grosser Mix von Folk- und
Worldmusic, Shows, Klassik, Blues, Jazz, Swing und natürlich die Crème
der schwedischen Popszene, sowie Theater- und Tanzperfomances.
Abgerundet wird das schillernde Festival mit einer nordisch
angehauchten, aber dennnoch kosmopolitischen Ess- und Trinkschiene, die
es an nichts fehlen lässt. Der Eintritt ist gratis. Und wenn Du schon
mal in Malmö bist, wirst Du auch Skaninaviens höchsten Wolkenkratzer
nicht übersehen, den wunderbaren Turning Torso von Santiago Calatrava.
PS2:
Sie kennen einen interessanten, sehenswerten Event in Ihrer
Lieblingsstadt? Egal wann er stattfindet, sagen Sie es uns in den
Kommentaren oder via mail an info@citytrip.ch. Wir geben Ihre
Empfehlung gerne weiter. Vielen Dank für Ihren Tipp.
Wien... eine Stadt die meist die Gemüter spaltet. Weniger ob ihrer Schönheit denn eher der Mentalität ihrer Einwohner wegen. Als etwas verschroben und eigensinnig werden da die „echten“ Wiener, so es sie noch gibt, beschrieben. Anderorts hört man dann aber immer wieder vom sympathischen „wiener Schmäh“. Nun, man mag es mögen, man mag es als eher anstrengend empfinden, in jedem Fall macht es diese Stadt noch einzigartiger, als sie nicht ohnehin ist.
Glücklicherweise wurde der historische Stadtkern im 2. Weltkrieg weitestgehend verschont von größerer Zerstörung bzw. konnten große Teile der Altstadt gerettet werden. Aber ich will mich hier weniger mit geschichtlichem sondern eher mit den eigentlich wichtigen bzw. mir wichtigen Punkten der Stadt befassen.
Wenn ich neu in einer Stadt bin, interessieren mich die vielen kleinen Geschichten um die eine oder andere Sehenswürdigkeit, die kleinen lustigen Details, viel mehr als es Jahreszahlen und altbekannte Fakten tun.
Viel spannender sind Geschichten wie die der Dienstbotenmadonna im Wiener Stephansdom als die Daten wie lange dessen Bauzeit war. Diese Madonna nämlich war früher im Besitz einer älteren Dame. Als die allerdings den Verdacht hegte, die Magd hätte einen ihrer Ringe gestohlen und die Magd anzeigte, diese bitterlich weinte und vor der Madonna betete der Herrgott möge doch helfen, und dann sich tatsächlich herausstellte, daß der Bursche den Ring gestohlen hatte, wollte die alte Dame die Madonna nicht mehr haben und spendete sie dem Stephansdom... Dies ist nur eine der vielen kleinen Geschichten die sich um fast jedes Häusereck Wiens ranken!
Aber wie präsentiert sich die ehrwürdige Stadt an der blauen Donau heute? Wenn wir mit dem Flugzeug ankommen werden wir von einem recht modernen Flughafen der sich in einer Dauerumbauphase zu befinden scheint, begrüßt. Über eine schnelle aber verhältnismässig teure Anbindung mit dem City Airport Train, kurz „CAT“ genannt, gelangt man in die Innenstadt. Mehrere Großbauprojekte wie der neue Hauptbahnhof sowie der neue Bahnhof Wien Mitte werden in naher Zukunft der Stadt einen moderneren Touch geben.
Aber egal wie viele Glasbauten auch errichtet werden mögen, nichts geht über einen gemütlichen Nachmittagsspaziergang entlang der Ringstraße, das langsame schlendern unter den alten Bäumen und einem kurzen Zwischenstopp im kaiserlichen Burggarten nahe der Nationalbibliothek. Es bietet sich an vom Bahnhof Wien Mitte einen Abstecher durch den wunderschönen Stadtpark zu machen und von dort der Ringstraße zu folgen. Man wird vorbeigeführt an der (abends) eigentümlich beleuchteten Oper zum Burggarten mit der Nationalbibliothek, sieht im Hintergrund das Palmenhaus (ein Café mit grandios guter „Palmenhaustorte“) und kann weitergehen, vorbei an Kunst- und Naturhistorischem Museum zur Hofburg, dem Volksgarten inclusive Diskothek sowie weiter vorbei am Parlament hin zum Burgtheater das sich gegenüber des Rathauses befindet.
Auch der Rathausplatz, wenngleich leider meist touristisch überlaufen, ist einen Besuch wert. In Zeiten der Weihnachtsmärkte sind auch die alten Bäume wunderschön beleuchtet. Wer weitergeht kommt vorbei an der Börse bis zum Donaukanal dessen Radwege weiter zu einer Tour einladen.
Aber auch abseits der Ringstraße gibt es hunderte Orte die es Wert sind, angeguckt zu werden. Mir persönlich liegt ja der 7. Bezirk Wiens, Neubau, sehr am herzen. Zur Weihnachtszeit gibt es dort dein meines Erachtens schönsten Christkindlmarkt Wiens, kaum mit Kitsch dafür mit viel Handarbeit und allerlei süßen österreichischen und wienerischen Leckereien. Der Beerenpunsch beim Amerlingbeisl ist sogar für Nicht-Punsch-Fans sehr lecker! ;-)
Jeder der 23 wiener Gemeindebezirke ist auf seine Art einzigartig. Von Wanderungen in Auenlandschaften die weitestgehend naturbelassen sind, über einzigartige Aussichten über die Stadt von den Weingärten am Kobenzl aus (mit dem Bus 38A Richtung Kahlenberg) bis hin zu den verwinkelten Bezirken am Spittelberg ist alles möglich. Was die Stadt so auszeichnet sind die abrupten Sprünge; gerade noch wandert man verträumt den Spittelberg hoch, schon erblickt man ein am Kopf liegendes Haus am Dach des MuMoks, des Museums für Moderne Kunst im Museumsquartier. Nicht nur Kultur sondern auch gutes Essen gibt es dort, „Halle“ und „Leopold“ laden ein, wenngleich das Frühstück ind er Halle besser schmeckt ;-) Nebenan die Einkaufsmeile, die Mariahilferstraße und dann könnte man noch einen Abstecher ins Haus des Meeres innerhalb eines der alten Flaktürme aus dem 2. Weltkrieg machen.
Wo auch immer man hinwill, mit den Öffis ist alles gut zu erreichen, am günstigsten ist man mit einer Streifen-Tageskarte unterwegs.
Es gibt noch vieles mehr, aber dazu reicht die Zeit hier nicht... mein Tip: Flug buchen, herkommen!
„Wien, Wien, nur du allein sollst stets die Stadt meiner Träume sein…“ schrieb schon Rudolf Sieczynski und hatte damit nicht ganz unrecht. Nicht viele andere Städte verstehen es, so viele Menschen jeglicher Kultur zu begeistern. Ob man nun in die imperialistische Vergangenheit Österreichs und Europas eintauchen, sportliche Ambitionen ausleben oder einen Ausflug mit seinen Kindern machen will, Wien hat für jeden etwas zu bieten.
Ich möchte in meinem Bericht Wien aber von einer anderen Seite zeigen, mich einem bestimmten Thema widmen: „Wien und der Tod“
Abseits der Touristenmagnete gibt es eine Vielzahl an sehenswerten Einrichtungen, die oftmals in keinem Reiseführer erwähnt werden. Ein paar davon möchte ich hier präsentieren.
Beginnen wird die Tour in der Wiener Innenstadt, beim Wahrzeichen Wiens, dem Stephansdom. Neben Leichnamen in Kupfersärgen von Bischöfen und den in Alkohol eingelegten Eingeweiden von Familienmitgliedern der Habsburger, ruhen hier auch die Überreste von Tausenden Menschen, welche in Massengräbern bestattet wurden. Aber nicht nur die Katakomben unterhalb des „Steffls“ sind einen Besuch wert. Wer sich fit genug fühlt, kann die 343 Stufen in die Türmerstube des Südturms auf sich nehmen und als Belohnung einen wunderbaren Panoramablick über die Dächer Wiens genießen.
Das nächste Ziel ist die nur ein paar Gehminuten entfernte Michaelerkirche am Michaelerplatz. Unter ihr liegt die Michaelergruft, die vor allem durch ihre mumifizierten Leichname bekannt ist. Die in ihr bestatteten Toten wurden durch die klimatischen Gegebenheiten - es herrscht in der Gruft ein stetiger Luftzug - nicht verwest, sondern mumifiziert. Teils liegen die Mumien in offenen Särgen und können von den Besuchern aus nächster Nähe betrachtet werden. Seit 2006 muss die Gruft immer wieder restauriert werden, da sie von Holzschädlingen befallen wurde und der Zerstörung der Särge und Mumien damit entgegen gewirkt werden soll.
Die nächste Station der Tour führt in die Kapuzinergruft oder auch Kaisergruft genannt. Diese Gruft beherbergt eine Vielzahl an Särgen österreichischer Kaiser und Kaiserinnen. Unter anderem befindet sich in der Franz-Josephs-Gruft die letzte Ruhestätte von Elisabeth („Sissi“) und Franz Joseph. Die letzte Bestattung in der Kaisergruft war die der Kaiserin Zita, der letzten Kaiserin Österreichs. Sie verstarb mit 96 Jahren und wurde feierlich in der Kaisergruft zur letzten Ruhe gebettet. Mehr Informationen…
Weiter geht es etwas außerhalb von Wien, in den 11. Wiener Gemeindebezirk. Dort befindet sich das etwa 2,5km² große Areal des Wiener Zentralfriedhofs. Etwa drei Millionen Menschen fanden hier ihre letzte Ruhe. Darunter befindet sich eine Vielzahl an Ehren- und Denkmalgräbern. Unter anderem von Johann Strauß (Vater und Sohn), Johann Nestroy, Ludwig van Beethoven oder Ludwig Boltzmann. Der Zentralfriedhof ist aber nicht nur eine Gedenkstätte für die Verstorbenen, er stellt auch einen Erholungsraum für lebende Menschen dar. Dank seiner vielfältigen Fauna zählt der Zentralfriedhof zum östlichen Grüngürtel Wiens. Auch unzähligen Tieren wie Eichkätzchen, Turmfalken, Dachse und sogar Rehen bietet der Zentralfriedhof ihren Lebensraum.
Die letzte Station führt zum „Friedhof der Namenlosen“ in der Nähe des Albernen Hafen. An der Stelle, wo die Donau aufgrund eines Wasserwirbels immer wieder Treibgut und Leichen an das Ufer spülte, fand 1854 die erste Beisetzung statt. Das Besondere an diesem Friedhof ist, dass er ausschließlich als Ruhestätte für in der Donau ertrunkene Menschen dient. Zum Teil wurde deren Identität nie festgestellt, weshalb auf den Kreuzen ein einfaches „Namenlos“ oder „Unbekannt“ prangt.
Weitere Informationen über Sehenswürdigkeiten in Wien:
[Hinweis zur Autorin: eliZZZa - mit Verlaub, admin citytrip]
Kann man über Wien eigentlich noch irgendetwas schreiben, was noch nicht geschrieben wurde? Schwierig, aber nicht unmöglich. Als eingefleischter Moviemaniac könnte ich natürlich drauflos schreiben zu den Themen weltberühmte Regisseure aus Österreich und auf deren Spuren in Wien wandeln, ich könnte einen Spaziergang entlang der Stationen berühmter österreichischer Schauspieler machen oder eine kleine Rundreise an Drehorte von Filmklassikern wie dem "Dritten Mann" unternehmen.
Hm, vielleicht ein anderes Mal, heute ist mir mehr nach... ich könnte Wien ja durch die Brille des Jugendstils betrachten. Das ist zwar auch nicht gerade neu, aber man könnte das Thema ja einmal ungewöhnlich kombinieren. Freunden meiner Webprojekte ist mein Hang zum Morbiden nicht verborgen geblieben. Und so verschlug es mich unlängst - übrigens zum ersten Mal - auf den größten Friedhof Europas, den Wiener Zentralfriedhof.
Dabei hatte ich natürlich wie immer meine Kamera dabei und es ist mir aufgefallen, dass sich die Kulturepochen im Stil der Gräber wiederfinden. Das wird natürlich für Kunstexperten nix Neues sein, mir war das aber nicht bewusst und so habe ich einige wunderschöne Grabdenkmäler im Jugendstil gefunden und festgehalten.
Nun, vielleicht bei Gelegenheit mal eine Reise durch die schönsten Friedhöfe Wiens >;o)
Aber heute ist mir eigentlich doch mehr nach geilem Geiz und ich werde Euch hier vier wirklich wenig bekannte "Budget-Tipps" verraten.
Frühstücken mit den Lipizzanern
Zweifelsohne gehört eine Vorführung der majestätischen Pferde in der Spanischen Hofreitschule zu den Highlights eines Wien-Besuchs. Allerdings ist dieses beeindruckende Erlebnis auch nicht ganz billig.
Als Alternative, wenn man einfach diese wunderschönen Geschöpfe bewundern möchte (die vierbeinigen, nicht die Bereiter >;o), bietet sich das Aufwärmen vor der "Morgengymnastik" an. Dienstag bis Samstag von 7 bis 9:30 Uhr während der Sommermonate finden die morgendlichen Lockerungsübungen >;o) bei Schönwetter im Freien auf der Sommerreitbahn statt.
Und dieses einmalige Schauspiel kann man ganz bequem bei einer Tasse Kaffee auf der Terrasse des "Café in der Spanischen Hofreitschule" bewundern. Man spaziert durch die Michaelerkuppel der Hofburg und am Eingang der Spanischen Reitschule vorbei ins Café, bestellt dort z.B. ein kleines Frühstück oder auch nur Kaffee und kann hautnah und entspannt wenige Meter von den majestätischen Rössern deren Morgengymnastik beobachten. Ein kaum zu übertreffender Genuss für Pferdeliebhaber!
Mit dem nachfolgenden Gutschein (ausdrucken und mitbringen) erhalten Sie entweder Kaffee & Kuchen oder ein Glas Sekt & Brötchen zum ermäßigten Preis von 5 Euro. Das Café in der Spanischen Hofreitschule hat ab 9 Uhr geöffnet.
Mäuschen bei einer Generalprobe in der Wiener Staatsoper
Dieser Tipp ist wirklich top secret und kann, muss aber nicht gelingen. Die Chancen stehen aber ganz gut - und das geht so: Theoretisch ist für z.B. Senioren, Angehörige des Personals der Staatsoper und spezielle Gruppen oft ein kleines, kostenloses Kartenkontingent für die Generalprobe einer Staatsopernaufführung vorgesehen.
Mit ein wenig Glück kannst Du so eine kostenlose Karte für die Generalprobe einer begehrten Aufführung erbeuten. Wähle die Telefonnummer der Wiener Staatsoper und lasse Dich ins Personalbüro verbinden. Frage (mit Deinem strahlendsten Lächeln auf den Lippen), ob Du für die nächste Generalprobe eine (kostenlose) Karte erhalten könntest. Es ist hilfreich, wenn Du für Deine Anfrage einen guten Grund hast. Ein solcher wäre, dass Du z.B. eine Arbeit über das Stück schreibst, in einem Blog über Deine erste Opernaufführung berichten möchtest, Du ein hoffnungsloser Opernfan bist und Dein Lebensglück davon abhängt oder...
Aber sei so nett, und quäle die Leute dort nicht aus Jux & Tollerei! Wer möchte, darf mir mailen und wenn die Anfrage ernsthaft ist, verrate ich den Namen der zuständigen Dame, was die Sache erleichtert.
Vom Flughafen direttissima zum Budget-Menu
Wer mit knurrendem Magen aus dem Flughafen-Shuttle in Wien-Mitte aussteigt (korrekt nennt sich das CAT City Airport Train), braucht nur mehr ein paar Schritte weiter zu wanken, um im paragraphenschwangeren City Tower Marxergasse (gleich hinter dem Shuttle-Ausgang) das Café-Restaurant zu ebener Erde zu betreten und um sage-und-schreibe 3,90 Euro aus drei verschiedenen, durchaus opulenten Menüs zu wählen. Für Wien-Innenstadt eine kleine Sensation! Gilt übrigens auch für die anderen Preise.
Das moderne Gebäude beherbergt die frühere, berüchtigte "Riemergasse", nämlich das Handels- und Bezirksgericht Wien. Die Speisekarte scheint wohl speziell für Bankrotteure & Marodeusen gestaltet. Danke!
Und wenn Du nach dem Menü Lust auf einen atemberaubenden Blick über Wien hast, dann besteige den Lift und düse in den 26. Stock. Diese Aussicht hätte selbst ein doppelt so teures Menü gerechtfertigt!
Günstiger geht´s nur mehr mit Couch-Surfen!
Wombat´s Vienna ist die In-Location für Travel-Profis! Abgesehen davon, dass die ein pfitschipfeilschnelles WLAN haben (kostenlos eh klar), das ich mir manchmal "leihe", wenn ich in der Nähe bin und schnell mal meine Mails checken möchte, hat man den Eindruck, dass sich dort wirklich alle coolen Traveller dieser Welt treffen.
Um rund 17-25 Euronen (je nach Saison) kann man im Mehrbettzimmer, um rund 25-35 Euronen im Doppelzimmer nächtigen. Und ein All-you-can-eat-Breakfast um 3,50 Euro ist auch unschlagbar und kann Dir den halben Tag kalorientechnisch retten >;o)
In Wien gibt es gleich zwei Wombat´s Hostels, das "Base" und das "Lounge", beide zentral gelegen und nur wenige Schritte von der Einkaufsmeile Wiens, der Mariahilferstraße und genauso nahe zum Westbahnhof, dem größten Bahnhof Wiens.
Also, Wien wartet auf Dich - worauf wartest Du noch?
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