Touristisch ist das Berner Oberland eine Institution. Fast drei Viertel (74%) aller Logiernächte in Hotel- und Kurbetrieben im Kanton Bern entfallen auf die Region zwischen Thunersee, Brienzersee und die südlich davon gelegenen Täler. Innerhalb der gesamten Schweiz macht der Oberländer Tourismus noch mehr als 10% aus (Quelle: vol.be.ch). Bei Touristen besonders beliebt ist die Stadt Thun. Ein Streifzug durch eine der schönsten Orte des Oberlandes.
Überblick
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| Blick auf die alte Thuner Holzbrücke, die als Schleuse dient und die Aare in zwei Arme teilt |
Die Stadt Thun, die dem Thunersee ihren Namen gab, wird auch gerne „Tor zum Oberland“ genannt.
In der Tat bietet sich dem Reisenden am Ufer des Thunersees ein beeindruckender Blick auf die Bergkette von Eiger, Mönch und Jungfrau, dem Wahrzeichen des Berner Oberlandes.
Die steilere linke Seeseite kann mit touristisch attraktiven Orten wie Beatenberg, Oberhofen oder Sigriswil aufwarten. Von der etwas flacheren rechten Seeseite aus können pittoreske Städte wie Spiez besichtigt oder die Täler nach Adelboden und Kandersteg angesteuert werden.
Thun ist von Bern aus in einer halben Stunde mit der Bahn oder dem Auto erreichbar. Der Flughafen Bern-Belp wird mehrmals täglich von Lufthansa und anderen Fluggesellschaften angeflogen.
Flugverbindungen von Bern
Die Zähringerstadt Thun ist eine lebendige, junge und stetig wachsende Stadt, die vor allem bei Berufsschülern und Hotelfachstudenten sehr beliebt ist. Das Angebot an Cafés, Kneipen, Restaurants und Diskos ist groß; die Einkaufsmeile „Bälliz“ lockt mit attraktiven Geschäften.
Im Sommer zieht Thun mit zahlreichen musikalischen Veranstaltungen und anderen Events nicht nur internationale Gäste an. Wichtige Anlässe sind die Thuner Seespiele, die Künstlerbörse, aber auch Sportveranstaltungen (Fußball, Handball) und Kleinkunst (Café Mokka).
Auf einem Hügel oberhalb der Stadt thronend, bestimmt vor allem das Schloss Thun das Stadtbild. Im Schloss befindet sich ein bedeutendes historisches Museum.
Stadtrundgang
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| Blick auf den Mühleplatz und die Aare. Im Hintergrund ist das Schloss Thun zu sehen |
Empfehlenswert ist ein Spaziergang am Ufer des Thunersees, vom Grunderinseli in den Schadaupark.
Dabei sollte das Schloss Schadau, das neben einem Restaurant das Schweizerische Gastronomie-Museum beherbergt, besichtigt werden.
Unweit entfernt ist das berühmte Wocher-Panorama, ein sehr detailliertes, lebendiges Rundbild der Stadt Thun.
Von dort aus läuft man über die alte Holzbrücke und an der Aare entlang in die belebte Innenstadt. Die parallel zur Bälliz verlaufende Obere Hauptgasse ist wegen der Arkadengänge und der urigen, meist gastronomisch genutzten Keller sehenswert.
Thun lässt sich aber auch sehr gut mit dem Fahrrad erkunden. Fahrradverleiher findet man in der Nähe des Bahnhofs. Mehrmals täglich legen auch Ausflugsschiffe nach Interlaken ab.
Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in Thun genug. Vom einfachen Gasthaus bis zum Hotel Thun stehen dem Reisenden alle Arten von Unterkünften zur Verfügung. Eine Anfrage bei der lokalen Tourismuszentrale ist ratsam, aber auch über das Internet lassen sich inzwischen zahlreiche Herbergen online reservieren.
Fotos: privat
| Gastbeitrag von Axel Roth |
Axel studierte nach dem Abitur 3 Jahre Hotelmanagement in der Schweiz. Danach zog er zurück nach Deutschland. Nach einigen Stationen als Rezeptionist und Leiter der Rezeption entschloss sich Axel, aus der "aktiven" Hotellerie auszusteigen. Seit 2010 arbeitet er als Redakteur für ein Online-Unternehmen. Seine Liebe zur Schweiz ist geblieben. |
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