Berge, Mozartkugel und leckeren Kaffee... das (und noch viel mehr!) ist Salzburg. Gar nicht mal so weit weg von der Schweiz, lohnt sich die Stadt alleweil für einen Kurztrip. Salzburg ist natürlich per Auto oder Zug zu erreichen, allerdings würde ich das Flugzeug empfehlen. Erst recht, weil es recht günstige Angebote aus der Schweiz gibt. Der Flughafen liegt zudem nur gerade 4 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Nach der Landung auf dem kleinen Salzburger Flughafen gehts der Ausschilderung nach direkt zur Bushaltestelle. Für Kurztrips empfiehlt sich ein 24-Stunden-Ticket für 3,40 Euro. Mit dem Bus der Linie 2 geht es dann direkt in die Stadt. Die Fahrt dauert ungefähr 25 Minuten. Ein Hotel gefällig? Bitte sehr: Franz-Josef-Strasse 26, Salzburg. Das NH Salzburg-City liegt in der Innenstadt von Salzburg in unmittelbarer Nähe zu den Mirabellgärten. Die Fussgängerzone des Stadtzentrums befindet sich neben dem Hotel und führt den Gast direkt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Beim Betreten des Hotels durch die modern und elegant gestaltete Lobby, wird man im charmanten Dialekt herzlich vom freundlichen Team begrüsst. Für 200 Euro kriegen 2 Personen ein tolles Zimmer in diesem sehr schön gestalteten Hotel. Also, Gepäck aufs Zimmer und ab in die Stadt!
Zum Mirabellplatz, der recht zentral gelegen ist und vor allem eben direkt in der Nähe vom Hotel. Die Altstadt von Salzburg wurde mit ihren einzigartigen Gebäuden und Gassen im Jahre 1996 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Wer gerne fotografiert, sollte daran denken, den Akku der Kamera geladen zu haben: es gibt sehr viele tolle Motive! Auf geht's: Nachdem man zum Beispiel die Staatsbrücke überquert hat, steht der Besucher in der Getreidegasse. Sie ist eindeutig die berühmteste historische Gasse der Stadt und ist gleichzeitig eine der wichtigsten Einkaufsstrassen. Warum? Nun, das hat einen simplen Grund. In der Getreidegasse wurde am 27. Januar 1756 im Haus mit der Nr. 9 Wolfgang Amadeus Mozart geboren. Dem grossen Komponisten zu Ehren befindet sich ein Museum in seinem Geburtshaus.

Von der Getreidegasse geht es zu Fuss weiter durch die bezaubernde Altstadt. Nicht zu übersehen, der Dom, der die erste Barockkirche nördlich der Alpen war. Weiter geht's über den Residenzplatz. Hier befindet sich die Alte Residenz, die ehemalige fürsterzbischöfliche Palastanlage. Das Wahrzeichen von Salzburg ist jedoch die Festung Hohensalzburg. Sie thront auf einem Hügel über der Stadt und ist der grösste erhaltene historische Wehrbau Mitteleuropas. Nicht zu übersehen und so ziemlich auf jeder Ansichtskarte aus Salzburg drauf. Von der Altstadt aus fährt eine Standseilbahn den Hügel hinauf. Die Fahrt kostet 2,10 Euro. Wer aber fit genug ist und etwas Zeit hat, sollte den Weg zu Fuss absolvieren, ein gemütlicher Marsch, der gut tut. So kriegt man zudem einen Eindruck, wie schwer die Festung in einer Ritterrüstung zu erstürmen gewesen wäre.. Eintritt kostet es übrigens keinen. Von der Festung aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf Salzburg und auf die bergige Umgebung der Stadt. Geheimtipp: Von Hügel aus den Sonnenuntergang beobachten - herrlich!

Wieder zurück in der Altstadt lohnt sich ein Abstecher Richtung Mirabellplatz. Dort gibt es das Schloss Mirabell, hinter dem zentral gelegenen Gebäude, das heute von der Stadtverwaltung genutzt wird, befindet sich ein schöner Garten. Fotoapparat nicht vergessen! Aber nun wird es langsam Zeit für etwas Süsses, schliesslich sind wir in Salzburg. Die Mozartkugel wurde 1890 von einem Salzburger Konditor kreiert und wer in Salzburg unterwegs ist MUSS diese süsse Versuchung ausprobieren. Aber mit der Schoggi ist es nicht gemacht. Salzburg ist wie Wien eine Kaffee-Metropole: Egal ob Melange, Kapuziner, Mazagran, Verlängerter, kleiner oder grosser Brauner. Passionierte Kaffeehausgänger müssen nach Salzburg reisen. Denn die barocke Residenzstadt an der Salzach wartet mit einer köstlichen Kaffeehausszenerie auf. In diesen Räumen lassen sich ganze Tage verbringen. Wer von Café zu Café zieht, lernt die mit rund 150.000 Einwohnern viertgrösste Stadt Österreichs von ihrer charmantesten Seite kennen.

Darum hier eine kleine Anleitung für einen ganz speziellen Stadtrundgang. Die Tour de Café beginnt im “Tomaselli” am Alten Markt. Das “Tomaselli” ist das älteste noch betriebene Kaffeehaus Österreichs. Dieses Kaffeehaus ist eine Institution, und wie viele Institutionen ein wenig steif geworden, aber eben immer noch ein unbedingtes Muss. Schon die Mozarts, denen man in Salzburg auf Schritt und Tritt begegnet, tranken hier ihren heissen Kaffee. Der den Genüssen des Lebens nie abgeneigte Wolfgang Amadeus verbrachte immerhin die Hälfte seines viel zu kurzen Lebens hier in der Residenzstadt. Das Gründungsdatum “1703″ prangt an der Hausfassade. Dabei ist das Kaffeehaus am Alten Markt sogar noch drei Jahre älter. Benannt ist das Kaffeehaus nach einem 1758 in Rovereto/Italien geborenen Mann. Es verschlug ihn als Gesangslehrer nach Salzburg. Nebenbei betrieb er dann ein kleines Kaffeehaus. Es gehört zur guten alten Tradition, dass sich das Kaffeehaus bis heute im Besitz der Familie Tomaselli befindet. Zurück in die Getreidegasse, eine der pulsierenden Strassen Salzburgs. Im ersten Stock bildet das “Café Mozart” gleichwohl eine Insel der Ruhe. Das “Café Demel” an der Ecke von Residenzplatz und Mozartplatz bietet sogar eine traumhafte Dachterrasse mit einem atemraubenden Blick auf Dom, Festung und Glockenspiel. Das “Demel” ist eine gut ausbalancierte Mischung aus Tradition und Moderne mit Lounge-Sofas und Café-Inerieur. Der Künstlertreffpunkt ist das “Café Bazar” an der Salzach. Während der Salzburger Festspielzeit treffen sich hier die Schauspieler - sehen und gesehen werden. Hoch über der Stadt, auf dem Möchsberg, hat mit “M32″ Salzburgs ungewöhnlichstes Café eröfnet. Das “M32″ ist ein avantgardistisches Kaffeehaus im Design von Oskar-Kokoschka-Schüler Matteo Thun. Der Mönchsberg bietet überdies eine fantastische Sicht auf die barocke Altstadt.
Fazit: Salzburg ist irgendwie eine Stadt der Superlative. Sie ist die älteste Stadt Österreichs und hat mit der Festung Hohensalzburg die grösste erhaltene Burg Mitteleuropas. In Salzburg fährt mit dem Reisszug auf der Strecke zwischen Kloster Nonnenburg und Festung Hohensalzburg aber auch die älteste erhaltene Standseilbahn. Das Lustschloss Hellbrunn zählt zu den grössten manieristischen Anlagen in Europa. Über einem Torboge steht die Inschrift: “Das Göttliche vereint sogar das Gegensätzliche”. Salzburg ist unvergleichlich, nahe der Schweiz und immer für einen Ausflug gut!
* Reto Fischer aka Monsieur Fischer ist leidenschaftlicher Blogger, Texter und Reise-Fan.
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