von Reto Fischer *
Es ist noch nicht lange her, als die Medien voll waren mit Vorberichten über den grossen Preis von Spanien im Hafenbecken von Valencia. Den Grund dazu lieferte ein mögliches Comeback von Michael Schuhmacher aus dem - wie wir nun alle wissen - nichts geworden ist. Man muss aber definitiv kein Formel 1-Fan sein um Gefallen an der ostspanischen Metropole zu finden. Valencia geht oft etwas unter im Schatten des grossen Nachbars Barcelona obwohl die Stadt das eigentlich überhaupt nicht muss. Ein Flug für ein langes Wochenende lohnt sich alleweil, vorallem im Herbst!
Es ist noch nicht lange her, als die Medien voll waren mit Vorberichten über den grossen Preis von Spanien im Hafenbecken von Valencia. Den Grund dazu lieferte ein mögliches Comeback von Michael Schuhmacher aus dem - wie wir nun alle wissen - nichts geworden ist. Man muss aber definitiv kein Formel 1-Fan sein um Gefallen an der ostspanischen Metropole zu finden. Valencia geht oft etwas unter im Schatten des grossen Nachbars Barcelona obwohl die Stadt das eigentlich überhaupt nicht muss. Ein Flug für ein langes Wochenende lohnt sich alleweil, vorallem im Herbst!
Valencia ist geprägt von einem äusserst angenehmen Mittelmeerklima, immerhin liegt die Stadt noch einmal gute 300 Kilometer südlicher als Barcelona. Während man im Sommer froh ist über eine kühle Brise, wärmt die Sonne die Gäste der Stadt im Herbst bis in die späten Nachmittagsstunde. Mit dem Shuttlebus gehts bequem vom Flughafen in die Innenstadt, da gibts jede Menge Hotels. Viele von ihnen recht preiswert und von guter Qualität. Ich möchte an dieser Stelle aber ein spezielles Hotel empfehlen: das Las Arenas Balneario Resort! Wer sich etwas Luxus und Entspannung gönnen möchte ist da genau richtig. Zudem fällt das Hotel durch seine Architektur, seinen einzigartigen Ausblick aufs
Meer und seine Nähe zu diversen Sehenswürdigkeiten auf. Womit wir dann schon beim esten Thema für einen Ausflug sind, Valencia bietet zahlreiche nette Ecken und Sachen die man einfach gesehen haben muss.
Oft fotografiert die Seidenbörse oder wie sie der Spanier nennt Lonja de la Seda (Plaza del Marco 30). Ein gotisches Bauwerk gegenüber der Markthalle. Beeindruckend ist der Säulensaal mit fast 16 Metern Raumhöhe und einem Kreuzrippengewölbe. Von dort aus gelangt man dann in den Orangenhof und auf den Turm wo man gleich noch einmal heftig knipsen kann. Achtung: am Montag ist die Seidenbörse geschlossen! Der Eintritt ist mit 1 Euro fair, in der Regel heisst es dafür aber anstehen. Seit den neunziger Jahren zählt die Lunja zur UNESCO Weltkulturerbe. Und wenn wir schon bei grossen Bauten sind darf natürlich die Kathedrale nicht fehlen, bereits seit dem Jahre 1262 steht sie an ihrem Ort und freut sich bis heute grosser Beliebtheit. Ihre drei Portale sind romanisch, gotisch, beziehungsweise barock. Der achteckige Glockenturm - Miguelete genannt - ist das eigentliche Wahrzeichen der Stadt, von ihm aus hat man einen einzigartigen Überblick über Valencia. Der Schriftsteller Victor Hugo soll von diesem Turm aus 300 weitere Glockentürme die über die ganze Stadt verteilt sind gezählt haben. Wer wirklich viel Geduld mitbringt kann dies gerne überprüfen. Natürlich gibts noch weitere architektonische Besonderheiten in der Stadt, ebenso unterirdische Höhlen oder einen zoologischen Garten... aber da verweise ich gerne auf die offzielle Tourismusseite von Valencia.
Lust auf ein bisschen Shopping? Oder Sport, sei es aktiv oder passiv? Valencia bietet auch hier Lösungen. Vieles passiert rund um "den Fluss" in dieser Stadt. Der Fluss Turia wurde nach einer Überschwemmungskatastrophe im Jahr 1957 um die Stadt herum umgeleitet. Das alte Flussbett wird heute von den "Valencianos" für alle Arten von Sport und Freizeitvergnügungen verwendet. Entlang gibt es Cafés, Tapasbars, Kneipen und natürlich viele Geschäfte die zum Einkaufen einladen. Erwähnen möchte ich in dem Zusammenhang die Markthalle. Okay, das mag jetzt zuerst einmal eher unspektakulär klingen, aber... Der Mercado Central (Plaza de la Raina) ist einer der grössten ihrer Art in ganz Spanien. Sie befindet sich in einem riesigen alten Gebäude und es gibt dabei rund 8000 qm und über 1000 Marktstände zu entdecken - jeden Tag! Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst. Der ganze Duft vermischt sich ein wenig und die Nase wird immer wieder positiv überrascht. Man kann überall probieren, zum Beispiel den leckeren Serano-Schinken. Aber aufgepasst, nie den angeschriebenen Preis bezahlen, handeln lohnt sich.
So, alleine vom Schreiben hab ich jetzt Hunger gekriegt. Im Gegensatz zum Valencia-Tourist gibt es für mich aber gerade nichts, in der Mittelmeer-Metropole gehört Hunger jedoch nicht zu den Bedürfnissen die nicht gestillt würden. Die Paella Valenciana ist das wohl berühmteste kulinarische Beispiel. Es gibt zahlreiche Variationen davon und die Gastronomen liegen im Streit darüber, welches nun eigentlich das Original-Rezept ist. Am bekanntesten und beliebtesten ist wohl jene Variante, die oft Paella Marinera genannt wird: Reis mit Safran, Meeresfrüchte und verschiedenenes Gemüse. Wenns noch Poulet dazu gibt bezeichnet man sie dann als Paella Mixta. Die Fideuá ist der Paella ähnlich, nur wird der Reis hier durch eine spezielle Art Nudeln ersetzt. Eine weitere Spezialität ist der Arroz Negre, ein schwarzer Reis, der seine Farbe der Tinte des Tintenfischs verdankt. Wer eine wirklich gute Paella geniessen möchte, dem empfehle ich das La Marcelina (Plaza de Neptuno 8). Das Lokal erinnert ein bisschen an ein französisches Bistro und das Essen ist schlicht einzigartig!
Wer seinen Hunger bereits gestillt hat und einer Erfrischung bedarf, sollte eine Horchata versuchen. Das ist ein Getränk, das aus der Milch eines reisähnlichen Gewächses hergestellt und eiskalt serviert wird. Speziell, aber lecker!
Wer es lieber etwas romantischer und gemütlicher hat dem sei der Playa ans Herz gelegt. Denn auch am Meer kann man sich natürlich gut unterhalten. Am Hafen und besonders in der Avenida de Neptuno gibt es zahlreiche Bars und Restaurants mit schönen Sommerterassen. Die Terassen des Strands Cabañal-Malvarrosa bieten einen einmaligen Ausblick auf den Golf von Valencia und viele davon sind wiederum ausgesprochene Mode-Lokale mit reichlich "Movida".
* Reto Fischer aka Monsieur Fischer ist leidenschaftlicher Blogger, Texter und Reise-Fan.
Oft fotografiert die Seidenbörse oder wie sie der Spanier nennt Lonja de la Seda (Plaza del Marco 30). Ein gotisches Bauwerk gegenüber der Markthalle. Beeindruckend ist der Säulensaal mit fast 16 Metern Raumhöhe und einem Kreuzrippengewölbe. Von dort aus gelangt man dann in den Orangenhof und auf den Turm wo man gleich noch einmal heftig knipsen kann. Achtung: am Montag ist die Seidenbörse geschlossen! Der Eintritt ist mit 1 Euro fair, in der Regel heisst es dafür aber anstehen. Seit den neunziger Jahren zählt die Lunja zur UNESCO Weltkulturerbe. Und wenn wir schon bei grossen Bauten sind darf natürlich die Kathedrale nicht fehlen, bereits seit dem Jahre 1262 steht sie an ihrem Ort und freut sich bis heute grosser Beliebtheit. Ihre drei Portale sind romanisch, gotisch, beziehungsweise barock. Der achteckige Glockenturm - Miguelete genannt - ist das eigentliche Wahrzeichen der Stadt, von ihm aus hat man einen einzigartigen Überblick über Valencia. Der Schriftsteller Victor Hugo soll von diesem Turm aus 300 weitere Glockentürme die über die ganze Stadt verteilt sind gezählt haben. Wer wirklich viel Geduld mitbringt kann dies gerne überprüfen. Natürlich gibts noch weitere architektonische Besonderheiten in der Stadt, ebenso unterirdische Höhlen oder einen zoologischen Garten... aber da verweise ich gerne auf die offzielle Tourismusseite von Valencia.
Lust auf ein bisschen Shopping? Oder Sport, sei es aktiv oder passiv? Valencia bietet auch hier Lösungen. Vieles passiert rund um "den Fluss" in dieser Stadt. Der Fluss Turia wurde nach einer Überschwemmungskatastrophe im Jahr 1957 um die Stadt herum umgeleitet. Das alte Flussbett wird heute von den "Valencianos" für alle Arten von Sport und Freizeitvergnügungen verwendet. Entlang gibt es Cafés, Tapasbars, Kneipen und natürlich viele Geschäfte die zum Einkaufen einladen. Erwähnen möchte ich in dem Zusammenhang die Markthalle. Okay, das mag jetzt zuerst einmal eher unspektakulär klingen, aber... Der Mercado Central (Plaza de la Raina) ist einer der grössten ihrer Art in ganz Spanien. Sie befindet sich in einem riesigen alten Gebäude und es gibt dabei rund 8000 qm und über 1000 Marktstände zu entdecken - jeden Tag! Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst. Der ganze Duft vermischt sich ein wenig und die Nase wird immer wieder positiv überrascht. Man kann überall probieren, zum Beispiel den leckeren Serano-Schinken. Aber aufgepasst, nie den angeschriebenen Preis bezahlen, handeln lohnt sich.
So, alleine vom Schreiben hab ich jetzt Hunger gekriegt. Im Gegensatz zum Valencia-Tourist gibt es für mich aber gerade nichts, in der Mittelmeer-Metropole gehört Hunger jedoch nicht zu den Bedürfnissen die nicht gestillt würden. Die Paella Valenciana ist das wohl berühmteste kulinarische Beispiel. Es gibt zahlreiche Variationen davon und die Gastronomen liegen im Streit darüber, welches nun eigentlich das Original-Rezept ist. Am bekanntesten und beliebtesten ist wohl jene Variante, die oft Paella Marinera genannt wird: Reis mit Safran, Meeresfrüchte und verschiedenenes Gemüse. Wenns noch Poulet dazu gibt bezeichnet man sie dann als Paella Mixta. Die Fideuá ist der Paella ähnlich, nur wird der Reis hier durch eine spezielle Art Nudeln ersetzt. Eine weitere Spezialität ist der Arroz Negre, ein schwarzer Reis, der seine Farbe der Tinte des Tintenfischs verdankt. Wer eine wirklich gute Paella geniessen möchte, dem empfehle ich das La Marcelina (Plaza de Neptuno 8). Das Lokal erinnert ein bisschen an ein französisches Bistro und das Essen ist schlicht einzigartig!
Wer seinen Hunger bereits gestillt hat und einer Erfrischung bedarf, sollte eine Horchata versuchen. Das ist ein Getränk, das aus der Milch eines reisähnlichen Gewächses hergestellt und eiskalt serviert wird. Speziell, aber lecker!
Wenn es langsam Abend wird in Valencia und die Einheimischen wieder Siesta zurück auf die Strassen kommen, beginnt das eigentliche Leben erst recht. Und wenn der Einheimische feiert, dann feiert er! Aufgepasst: "La Movida", die "Bewegung" ... so nennen die Valencianos all das was sich übers Weekend abspielt. Pausen für Schlaf sind dabei kaum vorgesehen und nur wer über ausreichendes Stehvermögen verfügt sollte sich daher auf die Suche nach der berühmten "Movida Valencia" machen. Al Canovas, El Carmen, Juan LLorens und die Avenida de Aragón sind die Regionen mit trendigen Lokalen aller Art. Erwähnenswert weil recht verrückt das Betty Pop - nicht nachfragen einfach hingehen und abtanzen. Xúquer ist ein weiterer heisser Tipp: hier findet man auch häufig Studenten die Trachten singend und musizierend durch die Lokale ziehen und für Stimmung sorgen.
Wer es lieber etwas romantischer und gemütlicher hat dem sei der Playa ans Herz gelegt. Denn auch am Meer kann man sich natürlich gut unterhalten. Am Hafen und besonders in der Avenida de Neptuno gibt es zahlreiche Bars und Restaurants mit schönen Sommerterassen. Die Terassen des Strands Cabañal-Malvarrosa bieten einen einmaligen Ausblick auf den Golf von Valencia und viele davon sind wiederum ausgesprochene Mode-Lokale mit reichlich "Movida".
* Reto Fischer aka Monsieur Fischer ist leidenschaftlicher Blogger, Texter und Reise-Fan.
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Empfehlung (citytrip admin): Städtereisen Valencia





