Von Christian Flury - meinungsfreiheit.li
Solothurn? Ist das nicht die kleine, uninteressante Stadt am Fusse des Jurasüdfusses? Die Kantonshauptstadt, von den Tourismusverantwortlichen gerne als "schönste Barockstadt der Schweiz" bezeichnet, von den Hoteliers gerne als Seminarstadt vermarktet und von den Jugendlichen als eher verschlafen verschrieen. Eigentlich stimmt alles und nichts davon.
Solothurn ist mit ca. 16’000 Einwohnern eher eine kleine Stadt die sicher nicht mit den Grossen der Schweiz und schon gar nicht mit Weltstädten mithalten kann. Aber vielleicht macht genau das den Charme von Solothurn aus. Schon von den Römern gegründet und von den französischen Botschaftern als Sitz genutzt (daher auch der Name Ambassadorenstadt und die Krone im Stadtwappen) hat Solothurn wie so viele kleinere Städte seinen eigenen Charme entwickelt.
Heute ist Solothurn eine Kantonshauptstadt mit Kleinstadtflair. Es gibt alles und nichts, jedem etwas und für niemanden alles. Wieso auch, sind doch die grössten Schweizer Städte innert 1 Stunde sowohl mit dem Auto als auch mit dem ÖV zu erreichen. Wer ein bisschen sucht, findet aber auch in Solothurn die kleinen Sehenswürdigkeiten. Eine davon wird vom Tourismusbüro Solothurn angeboten und ist die Empfehlung wirklich wert, die Stadtführung. Die Führer und Führerinnen wissen nicht nur so einiges über die Stadt und ihre Geschichte zu erzählen, sie kennen sich auch mit den Geschichtchen aus, die nicht von jedermann erzählt werden. Anekdoten wechseln so weiter zu neuen Generationen und mancher Solothurner lässt sich in seiner Heimatstadt herumführen von den Damen und Herren mit dem Stadtwissen.
Machen Sie mit mir einen kleinen Stadtrundgang und schauen Sie sich um.
Beginnen wir in der Vorstadt, da gab es zur Zeit der Reformationskriege um die Jahre 1519-1533 den Solothurner Schultheissen Niklaus Wengi, der sich vor die Kanonen stellte um den Bruderkrieg zu verhindern den die Reformatoren angezettelt hatten. Zu seinen Ehren führt von der vorderen Stadt (Vorstadt) in die Stadt hinüber die Wengibrücke. Blickt man auf der Wengibrücke gegen Links und leicht zurück erblickt man das alte Spital, etwas weiter hinten den krummen Turm und die Schiffanlegestelle. Übrigens ein guter Ausgangspunkt für eine 3-Seenschiffahrt. Am morgen in Solothurn starten und bei einem gemütlichen Frühstück gen Biel fahren und in den Bielersee. Von dort aus, notabene im gleichen Schiff, via Murtensee auf den Neuenburgersee und wieder zurück. Wer gerne fotografiert oder Videofilme dreht dem sei hier schon versprochen, es gibt genügend Motive. Tierliebhaber kommen bei einer kleinen Pause in Altreu auf ihre Kosten, dort befindet sich seit Jahrzehnten die Storchensiedlung Altreu, dank der die Wiederansiedlung des Weissstorches in der Schweiz erfolgreich durchgeführt werden konnte.
Dreht man den kopf auf der Wengibrücke leicht nach rechts sieht man die Skyline von Solothurn mit dem Landhausquai (dem Treffpunkt für die eher liberalen Jugendlichen), die Altstadt, das Landhaus und den Palais Besenval. Letzterer ist von hier aus gesehen der Anfang der Seminarmeile, die im Hotel Ramada (wieder auf der anderen Seite der Aare) den vorläufigen Abschluss findet. Unmittelbar beim Palais Besenval ist die Kreuzackerbrücke. Dort findet an der Fasnacht jeweils die „Usgumpete“ statt. Obwohl, ein paar Jahre musste sie unterbrochen resp. die Route geändert werden, weil die Stadtväter Angst um die Brücke hatten. Die von den Fasnächtlern ausgelösten Schwingungen waren wohl zuviel für die Fussgängern und Velofahrern vorbehaltene Brücke.
Verlassen wir die Wenigbrücke und gehen in die Stadt hinein. Rechts der Storchen, immer ein bisschen verrufen weil sich in Untergeschoss ein Cabaret befindet und trotzdem oder genau deshalb stadtbekannt und damit ein wichtiger Anhaltspunkt für Stadtgänger. Merken Sie sich den Punkt. Wenn Sie sich verlaufen ist es gut möglich dass es heisst „beim Storchen geht es dann“.... Aber zurück zu unserem Stadtrundgang. Wenn wir nun den Stalden hochlaufen sehen wir den ersten von insgesamt 11 Stadtbrunnen. Merken Sie sich die Zahl, sie wird noch ein paar mal vorkommen. Die Brunnen werden liebevoll erhalten und erzählen die Geschichte von Solothurn genauso wie die Musikanten in Solothurn. Seit Jahren immer wieder an den gleichen Ecken sind sie die eigentlichen Stadtmusikanten. Übrigens... wenn Sie schon müde sind, nur ein paar Meter, nach der Brücke links, finden Sie die Confiserie Hofer. Einen kurzen Abstecher können Sie sich erlauben. Ich warte kurz vor der Türe.
Tja, wer meint nur die grossen wie Cailler oder Suchard können Schokolade machen irrt sich. Richtig? Jaja... wir haben in Solothurn so manche süsse Versuchung. Aber gehen wir weiter, nur ein paar Schritte weiter oben.. schon der zweite Stadtbrunnen und mit Blick nach rechts sehen wir den Friedhofsplatz. Der Name war Programm, noch vor nicht allzu langer Zeit wurden die Gebeine unserer Vorfahren bei Grabungsarbeiten ausgegraben und umgebettet. Auf dem Friedhofsplatz findet jeweils am 2. Montag im Monat der „Viehmarkt“ statt. Früher ein eigentlicher Viehmarkt werden nur noch Kleintiere verkauft und auch das ist am aussterben. Aber, und damit trösten wir uns, jeden 2. Montag im Monat ist grosser Märet (Markt) in der Stadt. Dann sind die grossen Gassen allesamt mit Ständen vorgestopft und es ist fast kein Durchkommen mehr. Ein Erlebnis, nicht nur für die Augen sondern auch für die Nase. Vom allgegenwärtigen Kebab bis zum Maroni (in Solothurn Cheschtele) findet sich so manches Düftchen, dass einem den Weitergang erschwert. Statt Ambassadorenstadt könnte man Solothurn übrigens auch Marktstadt nennen. Immer am Mittwoch morgen und am Samstag kommen die Bauern nach Solothurn und verkaufen frisches ab dem Bauernhof. Vom Brot über den Käse und Gemüse bis zur währschaften Bauernwurst aus dem Jura findet der Gourmet alles was das Herz begehrt.
Aber... gehen wir wieder ein bisschen weiter, die Schmiedengasse hinauf in Richtung Bieltor. Doch passen Sie auf, kurz vor Ende der Schmiedengasse, auf der rechten Seite lauert schon die nächste Falle für Ihren Gaumen. Die Confiserie Sutter mit den berühmten Solothurner Kuchen. Falls Sie etwas Platz haben, nehmen Sie mindestens einen Solothurner Kuchen mit nach Hause, falls nicht auch nicht so schlimm. Lassen Sie sich den Kuchen als kleine Überraschung einfach nach Hause schicken. Zumindest ich lasse mich immer gerne mit etwas Süssem überraschen.
Wenden Sie sich nach rechts sehen Sie die Gurzelngasse... etwa befindet sich schon wieder ein Brunnen. Obwohl er bestimmt einen anderen Namen hat, bei uns in Solothurn ist er der Nordmannbrunnnen. Das übrigens nicht weil er von Nordmännern gebaut wurde sondern weil er vor dem Nordmann steht, dem einzigen Kaufhaus in der Stadt Solothurn. In der Altstadt von Solothurn, entschuldigen Sie bitte den Fehler. Sprechen wir Solothurner von der „Stadt“ meinen wir automatisch die Altstadt von Solothurn. Alle anderen Plätze und Plätzchen haben ihren eigenen Namen, aber die Stadt bleibt die Stadt.
Ein paar Meter nach dem Nordmannbrunnen beginnt der „Märetplatz“,
der schönste Platz in der Stadt Solothurn. Drehen Sie sich ruhig ein
paar Mal um die eigene Achse und bewundern Sie Solothurn, den
Zytgloggeturm (Roter Turm) als ältestes Gebäude von Solothurn und die
wunderbaren Häuser. Sind Sie zur richtigen Zeit in Solothurn befinden
sich sich jetzt mitten im Marktgetümmel. Falls nicht.., auch nicht
weiter schlimm. Dann setzen wir uns kurz ins Rust, das ist das
Restaurant unten rechts am Marktplatz.
Hier
heisst die Devise sehen und gesehen werden. Die Aussicht geniessen und
in die Giebel der ausgebauten Häuser reinschielen. Ein bisschen
Kaffeeklatsch vom Nachbartisch mitbekommen (ja nicht einmischen, wir
mögen das nicht!) und dann weiter... die Hauptgasse entlang Richtung
St. Ursen Kathedrale.
Doch
nicht allzu schnell... geniessen Sie die Bauwerke rechterhand, den
Vigierhof und ein paar Meter danach die Jesuitenkirche. Ja, Solothurn
war nicht immer Kleinstadt...
Stehen Sie vor den Stufen der St. Ursen (Kathedrale hören Sie bei den Solothurnern nur selten) werfen Sie einen kleinen Blick rechts, den Kronenstutz hinunter. Ganz unten sehen Sie die Kreuzackerbrücke, rechts davon wieder das Palais Besenval und links davon, ausserhalb Ihrer Sichtweite, das alte Schlachthaus. Im alten Schlachthaus befindet sich inzwischen das Restaurant Solair, im Sommer mit Terrasse direkt an der Aare. Falls Sie möchten, können wir rasch runtergehen. Ja? OK... Noch knapp im ersten Drittel, auf der linken Seite finden Sie das Bigoudie. Coiffeur und Bar mit dem gewissen Touch. Noch ein paar Schritte weiter und Sie stehen auf dem Klosterplatz und mittendrin.. wieder ein Brunnen. Der wird übrigens immer am ersten Juliwochenende zur Bar umfunktioniert. Dann heisst es nämlich Märetfescht. Was Lust und Laune hat zieht in die Stadt und feiert was das Zeugs hält. Die Vereine der Stadt verdienen damit einen guten Batzen ins Vereinskässeli und die Stadt selber ist wieder einmal Festhütte pur.
Sie sind schon weiter gegangen? Ach so.... ok, dann stoppen Sie jetzt genau auf der Kreuzackerbrücke und sehen sie rechts runter. Im besten Fall sehen Sie jetzt einen brütenden Schwan. Im schlechtesten Fall sehen sie nichts, dann ist die Saison nämlich bereits vorüber. Wieso die Schwäne den wirklich nicht ruhigen Platz jedes Jahr wieder aussuchen wissen wir Solothurner nicht. Aber, unsere Kinder können da einen wichtigen Blick in die Schwankinderstube werfen.
Wenden wir uns zurück und gehen Richtung Kronenstutz. Ein Stutz ist übrigens entweder ein 1Franken Stück oder eine Erhebung, eine aufwärts führende Strasse. Der Kronenstutz ist auch so etwas in Solothurn... heissen tut er nicht so und in einer Karte finden Sie ihn auch nicht. Aber jeder Solothurner weiss, wo er ist. Aber wir wollen den Kronenstutz nicht noch einmal begehen und wenden uns nach rechts. Zuhinters.. da sehen wir die Peterskappelle. Ein Blick hinein lohnt sich... wie sagt man? Klein aber oho.
Wenn wir die Kappelle wieder verlassen wenden wir uns Rechts und gehen hinauf Richtung Kathedrale St. Ursen. Wussten Sie übrigens, dass Solothurn der Sitz des Bischofes des Bistums Basel ist? Nicht? Tsts.... Wenn Sie mit dem Auto auf der Baselstrasse in Richtung Olten fahren können Sie Links und rechts der Strasse zwei grosse Paläste entdecken.. der Bischofsitz.
Zurück zur Stadt... Sie haben den kleinen Stutz erklommen? Dann sehen sie links von sich eine der kleinen Gassen von Solothurn... und vor sich eine Treppe zum erklimmen. Steigen Sie hinauf und sehen Sie es al kleines aufwärmen, kaum oben angekommen werden wir schauen ob der St. Ursenturm geöffnet ist. Falls ja, warne ich sie zweifach vor. Es gibt keine Treppe und die Aussicht ist atemberaubend. Sie werden die Stadt Solothurn aus einer Sicht sehen, die Sie nicht einmal mit dem Flugzeug einfangen können. Schauen Sie hinab auf eine lebendige Hauptstadt. Vielleicht haben Sie es ja schon selber festgestellt.... Solothurn lebt, in den alten Häusern sind Wohnungen und die Geschäfte beschränken sich bis auf wenige Ausnahmen mit dem Parterre und manchmal dem ersten Stock (Etage).
Sie haben den Turm erklommen? Wirklich.. Falls das Wetter es zulässt werden Sie auf der Nordseite den Hausberg von Solothurn entdecken, den Weissenstein. In der Nacht von weitem gut sichtbar dank den drei hellsten Solothurnern, drei starken Scheinwerfern, die ins Tal leuchten. Schon mancher hat von weitem so seinen Heimweg gefunden ;)
Wenden Sie sich gegen Westen sehen Sie die Weststadt. Nein, der Name ist nicht logisch, denn eine Nord- oder Oststadt gibt es nicht. Am markantesten sind die drei Hochhäuser. gleich links daneben sehen Sie den Campingplatz mit dem Bootshafen, dahinter die Witi. Ein Naturschutzgebiet, in dem seltene Botenbrüter noch ein Plätzchen finden um die Nachkommen grosszuziehen. Übrigens, die Alternative für Menschen, denen es auf einem Schiff etwas unwohl ist. Einfach das Velo satteln (auf das Velo steigen) und losfahren in Richtung Biel. Entlang der Aare und praktisch ohne Steigungen finden Sie unterwegs übrigens das eine oder andere Örtchen, an dem sich eine Rast lohnt. Unter anderem werden Sie durch Altreu fahren. Sie erinnern sich? Die Storchensiedlung. Zurück geht es übrigens organisiert mit dem Zug oder dem Schiff.
Wir sind noch immer auf dem Turm der St. Ursenkathedrale... wenden Sie sich gegen Süden wird Ihr Blick über die Aare schweifen und Sie sehen auf einer leichten Anhöhe das Bürgerspital Solothurn, links davon das Untersuchungsgefängnis und dahinter die Strafanstalt Schöngrün. Auch das braucht es. Doch wenden wir uns ab von Krankheit und Zwangsaufenthalten und wenden wir uns wieder schöneren Dingen zu. So eine Turmbesteigung macht Hunger.. und wenn wir auf der nördlichen Seite steil nach unten sehen entdecken wir das Baseltor und gleich davor die Bäckerei Studer. Die besten Salami- und Schinkenbürli gibt es seit Jahrzehnten beim Studer. Also, rein und nachschauen, ob noch was da ist. Meistens sind die Dinger schneller verkauft als gemacht. Leider. Aber, auch ein „Meitschibei“ (Mädchenbein) ist nicht schlecht. Probieren Sie es ruhig, keine der Damen hinter dem Tresen wird Sie ohrfeigen, wenn Sie ein „Meitschibei“ verlangen. Garantiert!
Frisch gestärkt? Dann verlassen wir die Stadt und
gehen durch das Baseltor. Gleich nach dem Tor finden Sie einen Brunnen
und beim Brunnen einen Bronzeminiatur der Stadt Solothurn. Gleich einem
Stadtplan wurde von einem Verein diese Miniatur gespendet, in den
Gassen finden Sie in Brailschrift die entsprechenden Informationen. Ob
die Ihnen hier in meinem Stadtrundgang aufgeführten Gourmeteckchen auch
vermerkt sind weiss ich nicht. Aber, erzählen können Sie anderen
allemal davon. Übrigens, hinter Ihnen ist die Chantierwiese, vor Ihnen
die Schanze. Auf der Chantierwiese wird immer im Herbst die HESO
abgehalten. Die HESO, das ist nichts anderes als eine Publikumsmesse im
Herbst des Jahres für die Region Solothurn. Wer etwas auf
sich zählt in Solothurn ist dabei und alle anderen auch. Kaum jemand,
der nicht irgendwann einmal an der Heso ist. Natürlich jedes Jahr von
neuem. Wenn Sie noch immer auf die Chantierwiese schauen drehen Sie
sich jetzt nach links, bis Sie die alte Reithalle im Blick haben. Im
alten Schulhaus dahinter finden Sie die Stadtpolizei, die Reithalle ist
sowohl für das Classic Open Air als auch die HESO ein wichtiger
Stützpunkt. Wir gehen nicht in Richtung Reithalle sondern wieder in
Richtung Baseltor, schwenken aber kurz vor dem Tor rechts auf die
Schanze.
Hier
möchte ich Sie kurz alleine lassen, ruhen Sie sich etwas aus auf der
Schanze und lassen Sie sich in Gedanken etwas entführen in die alten
Zeiten, als die Schanze noch um die ganze Stadt ging und die Stadt vor
den Gefahren der damaligen Zeit beschützen sollte. Gehen Sie dann
einfach weiter bis Sie wieder von der Schanze herunterkommen und einen
freien Platz sehen, dahinter das Kunstmuseum.
Schon da? Dann empfehle ich Ihnen dringend das nächste der insgesammt 11 Stadttore zu nehmen und wieder in die Stadt einzutauchen. Da gibt es noch 11 Museen zu besichtigen, darunter das alte Zeughaus gleich unterhalb des Ambassadorenhofes und das für Kinder empfehlenswerte Naturhistorische Museum am Klosterplatz. Sie sehen... es gibt viel zu sehen in unserem kleinen Solothurn. Wenn Sie damit fertig sind... rund um die Stadt gibt es Sehenswürdigkeiten wie die historische Sesselbahn auf den Weissenstein, den Hochseilpark auf dem Balmberg oder die Verenaschlucht mit der Einsiedelei. Wobei... letztere gehört eigentlich schon zu Rüttenen ;) Aber das ist eine andere Geschichte....
Gruss aus Solothurn!
Ihr
Christian Flury
Nachtrag... zur Solothurnerzahl 11:
Der
erste Rat, den die Solothurner stellen durften, zählte 11 Mitglieder,
Solothurn kam 1481 als elfter Kanton zur Eidgenossenschaft! 11 begegnet
man in Solothurn überall: so gab es u.a. 11 Zünfte, 11 Stadttore, 11
Türme, 11 Bastionen und 11 öffentliche Brunnen. Noch heute ist die Elf
allgegenwärtig: 11 Museen, 11 Brunnen, 11 Kirchen und sogar eine Uhr,
die nur 11 Stunden anzeigt. Das Stadt-Wahrzeichen, die
St.-Ursen-Kathedrale, ist besonders interessant: 11 Jahre Bauzeit
(1762–1773), 3 x 11 Meter hohe Fassade, der Turm misst bis zum
Wetterhahn 6 x 11 Meter, die Freitreppe besteht aus 3 Gruppen zu je 11
Stufen und im Turm hängen 11 Glocken. In der Kirche sind total 11
Altäre, die Bankreihen sind in 11er Gruppen angeordnet und sogar die
Anzahl Pfeifen der grossen Orgel sind durch 11 teilbar. Das im
Naturmuseum hängende Foucault-Pendel, welches die Erddrehung anzeigt,
dreht sich ebenfalls um elf Grad pro Stunde. Eine lokale Brauerei
heisst Öufi Bier (solothurnisches Schweizerdeutsch für Elf) und
produziert ein gleichnamiges Bier. Das "Solothurner Bataillon" der
Schweizer Armee trägt ebenfalls die Zahl 11.
citytrip.ch 28Mär08
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Das Restaurant im ehemaligen Schlachthaus der Stadt heisst nicht Solair, sondern SolHeure.
Die Confiserie Suter (1 t) hat die sogenannte "Suters Original Solothurner Torte" erst 1992 "erfunden", Dabei heisst das Original seit mehr als hundert Jahren "Solothurner Kuchen" Der wird (als Kuchen oder Torte) auch von vielen Bäckereien sowie dem Grossverteiler Coop angeboten
Kommentiert von: Alois Fischer | 10. Mai 08 um 12:26 Uhr
Hallo
Aber keine ist so gut wie die von Suter ;)
Kommentiert von: MF | 17. September 08 um 07:31 Uhr
Hallo Christian,
über Solothurn habe ich noch nie so viel gelesen wie hier bei Dir.
Ich habe einmal für ein Jahr in Balsthal gewohnt und wenn ich mich recht erinnere gehörte das zu Solothurn.Mein Auto-Kennzeichen hatte Solothurn.Ich war auch oft in der Stadt aber wahrscheinlich immer an der selben Stelle,zum Parken und Einkaufen.Es ist aber auch schon lange her ungefähr 1982-1983 war das.Ich hatte da als Saarländerin ganz schöne Probleme mit der Sprache.Also das heißt,ich habe so gut wie nichts verstanden.
Schöne Grüße aus dem Saarland sendet Ute
Kommentiert von: Ute und Leo | 10. Juni 09 um 17:53 Uhr