Von Tobias Weissenfels, Angestellter und Student - sein Blog: blog.tobiwei.de
Es wird Zeit, denn Berlin ist toll. Und schön. Vor allem aber interessant, facettenreich wie keine andere europäische Metropole und immer wieder beeindruckend.
Die Philanthropin Anneliese Bödecker sagte einst:
"Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen wo man geht und steht - aber mir tun alle Menschen leid, die hier nicht leben können!"
Eine Liebeserklärung an mein Berlin, welche wunderbar auf das heutige Berlin unserer Zeit reflektiert werden kann.
Und spätestens jetzt sollte klar sein, dass Berlin eine Städtereise wert ist. Ein verlängertes Wochenende muss es schon sein, denn wir haben ein volles Programm.
Da man sein Geld in sehenswertere Dinge als Berliner Hotels investieren sollte, empfehle ich eine Jugendherberge. Sehr zentral gelegen bietet sich am S-Bahnhof Ostkreuz im Bezirk Friedrichshain das 1st Floor Hostel an. Fußweg zum Bahnhof, höchstens 2 Minuten. Das Ostkreuz ist DER S-Bahn-Drehpunkt und am stärksten frequentierte Nahverkehrsbahnhof, von hier gelangt ihr in 10 Minuten zum Alexanderplatz, in 15 Minuten zur Friedrichstraße oder aber in 20 Minuten zum Zoologischen Garten (eher bekannt als Bahnhof Zoo) und damit dem Ku’Damm.
Friedrichshain ist auch gleich ein guter Start fürs Abtauchen in die
Partyszene, die Gegend rund ums Ostkreuz ist insgesamt eher alternativ
und etwas punkig, vor allem aber reich an guten Bars. In selbigen kann
man gern um 15 Uhr noch halb zu zugedröhnt brunchen, aber auch gepflegt
den einen oder anderen Cocktail genießen oder für eine wilde Nacht
vorglühen. Bleiben wir in der Gegend, direkt auf der Sonntagstraße und keine 200m vom Bahnhof Ostkreuz entfernt ist das Zebrano. Eine gute Bar mit eigenem Theater in den Hinterräumen, wo sich nicht unbekannte Kabarettisten die Ehre geben.
Vom Ostkreuz nur eine Station entfernt, die Frankfurter Allee,
sehr gut geeignet für einen netten Spaziergang, besonders ansehnlich
die Architektur der bekannten Stalin-Bauten. Sehr schöne Wohnhäuser,
wie man sie auch in Moskau findet, die vor einigen Jahren sehr
aufwendig saniert wurden, die Höhe der Mieten liegen entsprechend über
dem Durchschnitt für diese Gegend.
Die üblichen Touristenattraktionen und Sehenswürdigkeiten wie
Fernsehturm, Rotes Rathaus, Berliner Dom, Palast der Republik (ein
bisschen steht ja noch :-), Brandenburger Tor, Holocaust-Mahnmal
und der Potsdamer Platz lassen sich ab dem Alex, wie wir Berliner
unseren Alexanderplatz nennen, in genau dieser Reihenfolge fußläufig in
Form eines schönen Spaziergangs erreichen. Ein Spaziergang über „Unter den Linden“ ist ohnehin sehr zu empfehlen. Dafür ruhig 2-3 Stunden einkalkulieren. Damit ist das Pflichtprogramm an Sehenswürdigkeiten im Ostteil
der Stadt erstmal abgehakt und man kann sich ins Nachtleben stürzen.
Die Frage „Wo kann man den gut Tanzen gehen?“ gestaltet sich da
schwierig, weil man natürlich den musikalischen Geschmack
berücksichtigen muss.
Freunde elektronischer Tanzmusik sei das Pulp Mansion
ans Herz gelegt. Zu finden an der Grenze zwischen den Bezirken Mitte
und Prenzlauer Berg in einer alten Backsteinfabrik. Wer’s härter mag
wird sich bei Drum’n’Bass im Watergate in Kreuzberg
wohlfühlen, beeindruckend hier ist die große Terrasse, welche in die
Spree ragt, in den Sommermonaten gibt’s hier einen sehr schönen
Sonnenaufgang zu bewundern.
Den Technofreunden wird der Begriff Tresor
natürlich kein Fremdwort sein, erst kürzlich neu eröffnet und jetzt
ebenfalls in Kreuzberg zu finden, kann man hier gut und gerne bis in
den nächsten Abend hinein im alten Heizkraftwerk feiern.
In Friedrichshain wartet das Berghain
auf Euch. Definitiv der angesagteste Club der Stadt, dementsprechend
die Tür-Politik, reinkommen ist nicht leicht, die Spielregeln nicht zu
auffällig gekleidet zu sein, nicht in großen Gruppen in der
Warteschlange rumgröhlen und den härtesten Türsteher der Stadt nett anlächeln sollten eingehalten werden.
Wer
reinkommt erlebt eine Party wie nirgends anders. Zugegeben, das
Berghain ist ein etwas anderer Club und die Szene ein wenig schräg,
aber hier legen weltbekannte Techno-DJs auf und lassen sich gern mit
„Die beste Anlage der Stadt“ zitieren. Ebenfalls gilt, zwischen 1 und 2
Uhr dort aufzuschlagen, nach 3 Uhr kann die Wartezeit gut und gerne
eine Stunde überschreiten.
Den Rockern dürfte das Knaack (Mitte), das K17 und der FritzClub (Samstags!) zusagen (beide F’Hain).
Nach einer abgedrehten Nacht wird wieder Berlin erkundet, hier startet man gut am Zoologischen Garten, besucht Knut und schlenkert über den Ku’Damm. Das KaDeWe sollte dabei nicht unbesucht bleiben.
Wer die Zeit hat, sollte noch einen Abstecher ans westliche Ende der Stadt, nach Spandau
machen, da die Altstadt immer wieder einen Besuch wert ist. Auch hier
reiht sich Bar an Bar, Restaurant an Restaurant. Das jährliche Weinfest ist ein Besuchermagnet.
Etwas nördlich vom Zentrum liegt Prenz’l Berg, die Schönhauser Allee mit ihren Clubs und Bars, stylischen Stores und Boutiquen und auch der KulturBrauerei ist ebenfalls sehr sehenswert.
Ist man hier, den Flair aufsaugend angekommen, wird man Berlin vermissen, wenn der kleine Stadttrip dem Ende zu geht.
© Fotos: www.visitBerlin.de
BTM – Berlin Tourismus Marketing GmbH - die Berliner Tourist
Information
Reservierungs-Service + Information: 030 / 25 00 25
Empfehlung: Städtereisen Berlin von citytrip
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Hallo Ralf,
danke, dass der Artikel jetzt online ist. Freut mich natürlich, trotzdem schade, dass dich meine Begründungen bezüglich der Lizenzen zu den von mir verwendeten Bildern nicht überzeugen konnten, denn, wie ich finde, passen diese Bilder im Gegensatz zu meinen weniger in den Artikel. Aber wie dem auch sei, auf den Text kommt es an und der ist natürlich 1a. :-)
Schöne Grüße aus dem warmen und sonnigen Berlin
Tobi
PS: Kleine Erwähung
Kommentiert von: Tobi | 15. März 08 um 13:26 Uhr
Hallo Tobi
Der Text ist wirklich 1A und ich bin auch sehr dankbar, dass du nicht böse bist, dass ich die Lizenz-Bilder nicht verwendet habe. Gerne lade ich dich noch einmal ein, ein paar eigene Bilder zu schiessen und tausche die jetzigen Bilder gerne aus. Jederzeit! Es braucht nicht "Profi-Ware" zu sein. Vielleicht heute Nacht vom "härtesten Türsteher der Stadt"? Auf eigene Gefahr ;-). Herzlichen Dank auch für die nette Erwähnung und einen sonnigen Nachmittag.
Ralf
Kommentiert von: Ralf | 15. März 08 um 14:01 Uhr
Hi Tobi,
super Artikel, hat mir gut gefallen, aber di hast vergessen den Hackeschen Markt oder besser die Oranienburger Straße zu erwähnen. Das sollte man sich als Tourist auch ruhig angucken. Ansonsten, Klasse Artikel.
Gruß, Markus
Kommentiert von: Markus | 15. März 08 um 19:47 Uhr
Hallo Ralf,
hätte ich für den Artikel verwendbares Fotomaterial in meinem Repertoire, hätte ich es natürlich verwendet, weshalb ich dem Angebot leider nicht nachkommen kann.
Vielen Dank auch für das gute Feedback. Auf dass alle Schweizer Leser nach Berlin strömen! :-)
Markus, ich hätte auch die Altstadt Köpenick, den Ortskern Britz, das Regierungsviertel und das Schloss Charlottenburg erwähnen können, aber dann wäre dieser Artikel 3 Mal so lang gewesen. :-)
Ciao
Tobi
Kommentiert von: Tobi | 16. März 08 um 10:54 Uhr
Luna´s Strandgarten !!!
Im Herzen befindet sich für euch eine neue Location zum entspannen und feiern. Auf 3000 qm haben wir 1000 t Sand zu einer Oase der Entspannung und natürlich auch zum feiern erschaffen. Für die Aktiven unter uns bieten wir auch zwei kostenfreie Beach-Volleyball-Plätze und einige freie Möglichkeiten zum grillen an. Am Wochenende sind dann ab 22.00 Uhr verschiedene Veranstaltungen und Partys geplant, damit wir auch den Tanzwütigen gerecht werden. Das ganze befindet sich im Bermudadreieck von Ostkreuz, Warschauer Brücke und Boxhagener Platz. Direkt an der Ecke Revaler Str. 34/ Modersohnbrücke, nur 500m vom Boxhagener Platz entfernt. Unter dem Motto Beach, Beatz & BBQ erwarten wir euch diesen Sommer.
Luna´s Strandgarten
Revaler Str. 34
10247 Berlin
www.freiluftrebellen.de
U/S Bahn Warschauer Str. / Ostkreuz / Frankfurter Allee
Öffnungzeiten
12.oo Uhr – 2.oo Uhr WE Open-end
Food
International BBQ
4,50 € - 9,50 €
Kommentiert von: Ingo | 16. März 08 um 11:24 Uhr
Deck 5
Hochsommer !
14 Kirchen, Jahnstadion, Dom, Fernsehturm……..
…..und der legendäre Sonnenuntergang des Mauerparks ! Das bildet das Panorama eures neuen place-to-be in Prenzlauer Berg. Auf dem Freideck im 7. Geschoss des Parkhauses Schönhauser Allee Arcaden entsteht, aus 80 t Sand, 400 qm Terrasse für euch eine neue Oase der Entspannung, die euch für diesen Sommer fesseln soll.
www.freiluftrebellen.de
Deck5
Schönhauser Allee 80
Parkdeck Allee-Arcaden
Falls das Einkaufscenter geschlossen ist bitte durch den Hintereingang
Greifenhagener Str. neben der Parkhauseinfahrt
10439 Berlin
U/S Bahn Schönhauser Allee
Öffnungzeiten
10.oo Uhr – 00.oo Uhr
Food
International
5,50 € - 12,50 €
Kommentiert von: Ingo | 16. März 08 um 11:25 Uhr
Vielen Dank für die Info, sehr schöne Fotos. Eine gute Auswahl.
Schöne Grüße aus Berlin
Tobi
Kommentiert von: Tobi | 18. März 08 um 23:23 Uhr
Echt gut der Artikel.
Super recherchiert und gut verlinkt!
Danke!!!
Kommentiert von: Dusan | 19. März 08 um 19:13 Uhr