wwGemäss Medienberichten der letzten Tage, soll der Bahnhof Emmenbrücke zu einer Drehscheibe im internationalen Zugsverkehr ausgebaut werden. Dies forderte ein Politiker in einem Vorstoss, welcher vom Kanton Luzern begrüsst wird.
Die Züge von Deutschland nach Italien sollen nicht mehr in den Kopfbahnhof Luzern einfahren, sondern im Durchgangsbahnhof Emmenbrücke.
(via zisch.ch)
Wir halten das für eine hervorragende Idee. Viele internationale Züge halten nämlich gar nicht in Luzern, sondern in Arth-Goldau, mit umsteigen nach Luzern.
Das Problem von Luzern liegt darin, dass es einen Durchgangsbahnhof braucht, um für Internationale Zugsverbindungen und die modernen Züge wirklich interessant zu werden.
Das hat man schon vor vielen Jahren erkannt und es gab Pläne mit einem Tunnel unter dem See. Das war dann aber zu teuer und wurde nicht weiterverfolgt.
Wäre es nicht super, wenn man im ICE von Luzern nach Hamburg fahren könnte?
Oder stell dir vor du sitzt im TGV und hörst die Lautsprecherdurchsage: „Prochain arret Lucerne Nord“
Eigentlich geht es dabei nicht darum, die Innerschweizer in die weite Welt hinaus zu bringen, sondern die weite Welt nach Luzern und in die Innerschweiz zu bringen.
Jeder in Luzern verdiente Tourismus-Franken wird mit dem Faktor 1,4 multipliziert. Was soviel heisst, dass von jedem Sackmesser und jeder verkaufter Uhr 40 % weiter fliessen und davon profitieren auch nicht-touristische Betriebe, wie z. Bsp. der Coiffeur.
Wir werden in Luzern noch einige Jahre vorwiegend vom Gruppentourismus leben. Aber irgendwann werden auch die Inder und Chinesen nicht mehr im Reisebus, sondern individuell in die Schweiz reisen.
Beachtet man den Trend im indischen Markt, so sind unsere Alpenzüge der letzte Schrei. Viele Inder bereisen die Schweiz nämlich bereits individuell und die Zuwachsraten sind phänomenal.
Oder schauen wir uns doch die Entwicklung im europäischen Binnenverkehr an. Die Züge gewinnen immer grössere Bedeutung und haben gelernt, den Billigfliegern die Stirn zu bieten.
Seit 10. Juni 2007 kann man in 3, 5 Std von Basel nach Paris und in 4,5 Std mit dem TGV von Zürich nach Paris reisen.
In der Folge gibt die sonst so kämpferische easyJet auf Ende Juni ihre Flugverbindung Basel – Paris auf. Ganz einfach weil die Konkurrenz des TGV zu gross ist.
Es ist eine absolute Neuheit, dass eine Zugverbindung eine Billigflug-Verbindung kippen kann und das Beispiel könnte Schule machen.
Der Tourismusstandort Luzern braucht unbedingt eine Investition in die Zukunft und was wäre da besser als eine echte Anbindung ans internationale Schienennetz?
Siehe auch: Luzern Nord Bahnof, Top oder Flop für Luzern (citytrip.ch 13Jul07)
(Werbung)
citytrip.ch 23Jun07





