[Update: 24 Juli 2008]
Der Dornröschenschlaf des Chateau Gütsch ist vorbei und das altehrwürdige Haus ist zu neuem Leben erwacht. Vorerst als Restaurant und schon bald auch als Hotel. Hier geht's zur neuen Château Gütsch Webseite.
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Diese Woche stand der ehemalige Besitzer des Château Gütsch Luzern und ein bekannter Ex-Skirennfahrer vor dem Luzerner Kriminalgericht.
Dem Ex-Skirennfahrer wird u.a. vorgeworfen, dass er zu blauäugig war und dass er sich als Verwaltungsrat, auch hätte lernen müssen, die Arbeit eines Verwaltungsrates zu tun. Stattdessen vertraute er blind auf den Immobilenmann, der in Luzern nicht sonderlich beliebt ist.
Vom Immobilienfachmann ist bekannt, dass er gehörig „gewurstelt“ hat. Eine der bekannten Praktiken war z. Bsp., ständig die Rechnungsadresse zu ändern, um so Betreibungen hinaus zu zögern.
Was mich an der Sache gewaltig stört, ist die Tatsache, dass ein ehemals renommiertes, historisches Luzerner Schlosshotel seit Jahren einfach leer steht und nicht genutzt werden kann.
Der heutigen Besitzerin UBS, blieb nichts weiter übrig, als das Château Gütsch zu ersteigern und sitzt nun auf einem „weissen Elefanten“, denn es nie und nimmer ohne Schaden verkaufen kann.
Die UBS möchte das Gütsch natürlich loswerden, aber niemand scheint sich wirklich dafür zu interessieren und so tümpelt das „alte Haus von Rocky Docky“ vor sich hin.
Im Geschichtsunterricht erzählte man uns, dass Adolf Hitler das Chateau Gütsch bereits als seine Residenz gewählt hätte, wenn er dann auf dem Heimweg das „kleine Stachelschwein“ einnähme.
Das Hotel Gütsch gehörte früher der Luzerner Hoteliersfamilie Furler, Es war zwar nie ein offiziell deklariertes 5-Sterne Hotel, hatte aber als Haus der gehobenen ersten Klasse einen guten Ruf und das Restaurant gehörte zeitweise zu den besten in Luzern.
Dann kam der „echte Glarner Chämi Salami“ Mann und glaubte mit seinen in der Salamiproduktion erlangten Kenntnissen, die Hotellerie beglücken zu müssen.
Eine seiner Ideen war z.Bsp, dass er dem ehemaligen Hotel Carlton Tivoli in Luzern die offiziell deklarierten 5 Sterne wegnehmen liess und durch seine eigene Hotelklassifikation mit 6 läppischen Herzen ersetzen liess.
Das Salami-Imperium ist heute Geschichte.
Dann kam der neue Besitzer und für kurze Zeit übernahm die Hotelgruppe Kempinski das Management des Château Gütsch.
Kempinski verfügt über einen ausgezeichneten Ruf und ist darauf spezialisiert, auch schwierige, historische Bauten als Hotels zu nutzen, wie z. Bsp. das wunderschöne Taschenberg Palais in Dresden.
Die meisten Tourismusleute in Luzern waren sehr erfreut über den Einstieg von Kempinski.
Leider blieb Kempinski nicht lange und eine andere, weniger renommierte Hotelgruppe übernahm das Management vom Château.
Die besagte Hotelgruppe hatte ihren Hauptsitz im albanischen Tirana. Es wurde ein Schweizer Ableger gegründet, vielleicht mit der Absicht, dass falls das Ganze bachab geht, die Muttergesellschaft nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann.
Zuletzt hörte man, dass die Angestellten monatelang ohne Lohn waren.
Das war das vorläufig letzte Kapitel der traurigen Geschichte des Château Gütsch in Luzern als Hotel.
Vor ca. 1 Jahr liess der Luzerner „Tausendsassa“ Kurt H. Illi verbreiten, dass Michael Jackson das Haus kaufen wolle, was sich später als „Gag“ herausstellte.
Die „Marketingbemühungen“ haben das Haus zwar kurz in die Weltpresse gebracht, doch geändert hat sich nichts.
Bildquelle: Bigfoto.com
citytrip.ch 17Jun07
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Update: 03Sep07
ots Originaltext: Château Gütsch Immobilien AG
Internet: www.presseportal.ch
Neue Eigentümerin macht Château Gütsch in Luzern zum Boutiquehotel
Zug/Luzern (ots) - Die Château Gütsch Immobilien AG, eine Tochtergesellschaft der National Reserve Corporation (NRC), hat heute das Hotel Château Gütsch sowie die Gütschbahn in Luzern von der UBS AG gekauft. Die Bank hatte das Schloss im Jahr 2005 als
Hypothekargläubigerin ersteigert und seitdem teilweise renoviert.
Die Käuferin wird das Haus als Hotel und Restaurant nutzen. Das Unternehmen - es ist u.a. in den Bereichen Touristik und Immobilien tätig - betreibt bereits Exklusiv-Hotels in Frankreich, Italien und in der Ukraine. Besondere Erfahrung hat die NRC im Bereich der
sogenannten Boutiquehotels. "Es ist deshalb vorgesehen", so Anatoly Danilitzkiy, CEO der NRC, "auch das Haus in Luzern als Boutiquehotel zu führen".
Konkrete Pläne werden nach Angaben von Markus Wassmer, dem schweizerischen Repräsentanten der neuen russischen Eigentümerin des Château Gütsch, bis Ende Oktober vorliegen. "Eine Eröffnung planen wir 2008", sagte Wassmer am Rande der Beurkundung in Luzern.
Mittelfristig ist auch ein Ausbau der Kapazitäten vorgesehen. Um den geplanten Luxusstandard und ein optimales Konzept zu realisieren, wird ein Architekturwettbewerb in Erwägung gezogen. "Das Château Gütsch soll wieder ein Juwel der Schweizer Hotellerie werden" sagte Markus Wassmer und fügte abschliessend hinzu, "auch die traditionsreiche Gütschbahn wird künftig der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen".
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Wir wünschen den neuen Investoren alles Gute und mögen sie mit dem Denkmalschutz, dem Heimatschutz und anderen involvierten Kreisen eine einvernehmliche Lösung finden, damit das Château Gütsch wieder zur alten Pracht finde.
citytrip.ch 03Sep07/rf





